
![]() |
Etwas Geschichte
Von der Vereinsgründung bis heute Wiedikon, in dessen Wappen der Reichsapfel an die mittelalterliche, kaiserliche Gutsherrschaft erinnert, am Fusse des Üetliberg gelegen, dort wo sich einst der Alemanne Wiedo niedergelassen hat, gab 1892 seine seit 1799 andauernde Selbständigkeit auf und schloss sich der Stadtvereinigung Zürich an. Wiedikon zählte damals rund 8000 Einwohner (heute zählt Wiedikon inkl. den Aussenquartieren Friesenberg und Sihlfeld um die 48 000 Einwohner). Zu dieser Zeit gab es in der Schweiz und vor allem auch in Zürich zahlreiche Grütliturnvereine. Nachdem 1917 der Schweizerische Arbeiterturnverband konstituiert worden war, lösten sich die ohnehin geschwächten Wiediker Grütliturner nach nur 4-jähriger Lebensdauer auf und gründeten eine Sektion des Arbeiter-Turnverbandes, damals A.T.V. Wiedikon genannt. Das herbeigesehnte Kriegsende (l9l8) führte bald zu einem imposanten Aufschwung. Nach und nach wurden alle wesentlichen alters- und geschlechtsbezogenen Turnriegen gegründet. Auch eine angeschlossene Gesangsabteilung - später unter dem Namen "Jodelchörli Edelweiss" bekannt - entwickelte sich gut. Während einiger Zeit hielt der Turnverein ein eigenes Orchester. Die klassischen Turnsparten fassten schnell Fuss und erreichten ein bemerkenswertes Niveau. Daneben florierte vor allem die angegliederte Fussballabteilung (später AFC Friesenberg). 1922 trat der Verein erstmals in einem grossen Saal (Stadthalle) vor der Oeffentlichkeit auf. Es zeigte sich, dass Wiedikon - wie übrigens auch andere Satus-Vereine - in ihren Reihen besonders talentierte Leute hatte, die gute Bühnendarbietungen zu gestalten wussten. All diese Aktivitäten und der Zusammenhalt der Arbeiterschaft brachten 1936 eine weitere Steigerung. Anfangs der 30er-Jahre nutzte der Verein die Möglichkeit, im aufstrebenden Friesenberg-Quartier analoge Turnriegen zu errichten. Aus dem 1935 lancierten Vereinsmitteilungsblatt kann entnommen werden, dass das Ballspiel damals schon besonders gepflegt wurde. So stellte Wiedikon vier Handball- und fünf Korbballmannschaften. Ihre Überlegenheit brachte ihnen bald einmal zahlreiche Verbandsmeistertitel ein. Zu dieser Zeit zählte der Satus Wiedikon bereits 700 bis 800 Mitglieder.
Der zweite Weltkrieg (1939-45) bremste auch den Elan des Satus Wiedikon, da die meisten Männer militärischen Aktivdienst zu leisten hatten. Zudem waren einige fähige Funktionäre mit Verbandsaufgaben betraut. Es dauerte einige Jahre, bis wieder Schwung ins Vereinsleben kam. Mitte der 50er Jahre entschlossen sich einige initiative Mitglieder, den Bau eines eigenen Ski- und Ferienhauses an die Hand zu nehmen. Bei der Eröffnung am 30. Juni 1957 konnten alle uneigennützigen Helfer stolz auf das in den Flumserbergen vollbrachte Werk sein. Nach Ablauf der ersten zehn Jahre wurden über 70 000 Uebernachtungen registriert. In den 60er Jahren entwickelte sich der Satus Wiedikon zu einem modern geführten, offenen Sportverein. Handball und Leichtathletik blieben weiterhin tonangebend. Zunehmend erstarkten die Frauen- und Turnerinnenriegen. 1964 wurde das frei zugängliche Circuit-Training eingeführt und während vielen Jahren betreute die Sektion auch den Vitaparcours im Albisgütli. Mit der Gründung von autonom geführten Sportriegen und teils integrierten Jugendabteilungen verlagerte sich die Wahrung der technischen Belange endgültig auf die Sparten. 1965: Gründung Skiclub. 1969: Gründung Handballriege mit Zuzug eines kompletten Damenteams. 1971: Gründung der LA-Riege. 1976 Uebernahme einer Tanzeinheit und Gründung des Tanzsportclubs. Mitte der 70er-Jahre erreichte der Satus Wiedikon nach einer dreijährigen Werbeaktion den angestrebten Mitgliederbestand von "1111". In der Folge konnte sich auch der SATUS WIEDIKON den gesamtschweizerischen Veränderungen nicht entziehen. Insbesondere führten die Doppelmitgliedschaften (Fachverbände) zu einer Aufsplitterung. Entsprechend veränderte sich auch das Gesicht der traditionellen Abendunterhaltungen, die im Laufe der Zeit in den Sälen Stadthalle, Volkshaus, Spirgarten und Albisgüetli abgehalten wurden und bis in die 80er-Jahre meistens bis 25 Bühnennummern umfassten und jeweils um die 800 Zuschauer zu begeistern vermochten. Die heutige Vereinsleitung ist nun bemüht, den SATUS WIEDIKON zu einem modernen und offenen Sportclub zu machen. Ein Sportclub, in dem jeder Mann und jede Frau ein Angebot findet und mit entsprechenden Mehrkosten auch ohne Mitgliedschaft bei uns mitmachen kann. |